Wo zum Teufel sind die anderen Schwulen?
Er will damit bewusst ein Vorbild für andere schwule Fußballer sein: "Ich spiele vielleicht nicht in der höchsten schwedischen Liga, aber ich will beweisen, dass die sexuelle Ausrichtung eines Menschen keine Rolle bei der Ausübung seines Berufs spielt."
Für ihn sei es empörend, dass er der einzige Spieler in Schweden ist, der offen zu seiner Homosexualität steht: "Das ist krank, wenn man darüber nachdenkt. Das alles ist 'fucked up'", so Hysén in bestem Schwedisch. "Wo zum Teufel sind die anderen?"Hysén ist sich im Klaren, dass seine Karriere unter seiner Offenheit leiden könnte: "Es könnte ja sein, dass ein Club Interesse an mir zeigt - und dann hört der Trainer, dass ich schwul bin, und dann ändern sie vielleicht plötzlich ihre Meinung." Trotzdem bereut er die Offenheit nicht - denn nach dem Coming-out ist die sexuelle Orientierung nicht mehr sein Problem, sondern das Problem des Clubs.In Europa hat sich bislang nur ein Profispieler geoutet: Der Engländer Justin Fashanu berichtete 1990 als 29-Jähriger von seiner Homosexualität. Der Spieler hatte bereits zuvor erfahren müssen, wie schwer es ein Schwuler im Männersport Fußball hat: 1982 schmiss ihn der Trainer von Nottingham Forest aus dem Team, nachdem er von Besuchen seines Jungstars in Schwulenbars erfahren hatte.
Daraufhin beauftragte Fashanu eine christliche Sekte, ihn von seiner Homosexualität zu "heilen" - natürlich erfolglos. Auch nach seinem Coming-out ging es für den Briten nicht bergauf. Er verübte 1998 Selbstmord. (dk)
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