Pressemitteilung von Mittwoch, 9. März 2011
Kreis Borken
In Schulen eine "Kultur des Hinsehens" entwickelnKreis Borken
Lenkungskreis "Krisenprävention und -intervention an Schulen" zog nach einem Jahr eine erste BilanzKreis Borken. Spätestens seit den Amokläufen von Erfurt, Emsdetten und Winnenden setzen sich Schulen verstärkt damit auseinander, wie sie Gewalt vermeiden können und was zu tun ist, wenn eine Drohung ihre Schule erreicht.
Denn die sogenannten "School-Shootings" haben zu wiederholten Gewaltandrohungen in Schulen - auch im Kreis Borken -
geführt.
geführt.
Vor einem Jahr hat Landrat Dr. Kai Zwicker deshalb einen Lenkungskreis "Krisenprävention und -intervention an Schulen des Kreises Borken" eingerichtet. Das Gremium führt Initiativen von Schulaufsicht, Polizei und Schulpsychologie zusammen, um die Arbeit noch effektiver zu gestalten.
Nach einem Jahr zog das Gremium nun gemeinsam mit dem Landrat und einer Vertreterin der Bezirksregierung Münster Bilanz.
"Wir sind mit Gründung des Lenkungskreises Krisenprävention und -intervention schon ein wenig in der Vorreiterrolle, denn dieses systematische Zusammenwirken unterschiedlicher Institutionen ist beispielhaft", betonte Landrat Dr. Kai Zwicker.
Der Leitende Polizeidirektor Alfred Bernitzke beurteilt vor allem die Zusammenführung der verschiedenen Sichtweisen von Psychologie, Pädagogik und Polizei als gewinnbringend.
"Aus Sicht der Polizei ist die Arbeit des Lenkungskreises eine sehr fruchtbare Kooperation, von der alle Beteiligten profitieren."
Mitglieder des Lenkungskreises sind Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Schulaufsicht und Schulpsychologie. Sie haben im vergangenen Jahr die verschiedenen Herangehensweisen abgeglichen und ein gemeinsames Handlungskonzept formuliert.
Ergebnis ist der Leitfaden "Krisenprävention und -intervention", der inzwischen an alle Schulen des Kreises verteilt worden ist.
Auf dieser Basis hat der Lenkungskreis zahlreiche Fortbildungen für die innerschulischen Krisenteams durchgeführt. Insgesamt 40 weiterführende Schulen sind bereits mit Schulungen für Lehrerinnen und Lehrer erreicht worden.
"Unsere gemeinsame Philosophie ist, dass Sicherheit und Gewaltvorbeugung an Schulen ein pädagogisches Handeln erfordern", erläuterte Schulamtsdirektorin Ulrike Schwarz. Ziel sei es, in den Schulen eine "Kultur des Hinsehens" zu entwickeln.
Die Arbeit im Lenkungskreis habe auch dazu geführt, dass Polizei, Schulpsychologie und Schulaufsicht im einzelnen Krisenfall sehr eng zusammengearbeitet hätten.
Die Bezirksregierung zeigte sich äußerst zufrieden mit der Arbeit des Gremiums.
Die Bezirksregierung zeigte sich äußerst zufrieden mit der Arbeit des Gremiums.
"Wir freuen uns sehr, dass der Lenkungskreis unsere Ziele bei der Krisenvorbeugung und Krisenbewältigung an Schulen so vorbildlich in der Region unterstützt", betonte die zuständige Dezernentin, Regierungsschuldirektorin Sigrid Mathia-Noreikat.
Eine Befragung der Bezirksregierung zur Umsetzung der Notfallpläne an den Schulen hatte für den Kreis Borken gute Ergebnisse erbracht.
"Wir werden uns aber nicht auf diesem Ergebnis ausruhen, sondern unsere Bemühungen in diesem Jahr mit konkreten Zielen fortsetzen", erklärte der Leiter der Schulpsychologischen Beratungsstelle im Kreis Borken, Diplom-Psychologe Michael Sylla.
Weitere Teilnehmer der Bilanzsitzung waren Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Kriminalhauptkommissar Jörg Kerschek sowie der Krisenbeauftragte in der Regionalen Schulberatungsstelle Diplom-Psychologe Dr. Stephan Pschenny.
Zum Hintergrund: Initiativen auf Landesebene
Innenministerium und Schulministerium haben in NRW in den vergangenen Jahren neue Initiativen ergriffen, um Polizei und Schulen auf Amoklagen vorzubereiten und die Prävention zu verbessern. So hat das Schulministerium 2007 verbindliche Notfallpläne an alle Schulen ausgegeben. Sie sehen unter anderem die Bildung innerschulischer Krisenteams vor.
Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter
www.rsb-borken.de/schulleitung/krisenintervention.-----Dieser Meldung ist ein Medium zugeordnet:Über Krisenintervention an Schulen sprachen (v.l.): Dr. Stephan Pschenny, Dr. Ansgar Hörster, Dr. Kai Zwicker, Sigrid Mathia-Noreikat, Jörg Kerschek, Alfred Bernitzke, Ulrike Schwarz und Michael Sylla.
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=100588
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