Dienstag, 8. März 2011

#Aufklärung über #Volkskrankheit #Depression #weiterhin #nötig [via idw]

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Universitätsklinikum Freiburg, Katharina Sternhardt, 08.03.2011 11:30

Aufklärung über Volkskrankheit Depression weiterhin nötig

Am 31. Januar 2011 wurde in Freiburg ein Bündnis gegen Depression e. V.
mit Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg gegründet. Ziel des
Bündnisses ist die Aufklärung in der Öffentlichkeit und eine verbesserte
Versorgung Betroffener.

Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die Betroffene und
Außenstehende häufig unterschätzen. Wird sie erst spät erkannt, führt sie
zu unnötigem Leiden, im schlimmsten Fall zu Suizid, wie im tragischen Fall
des Fußballspielers Robert Enke.



„Hausärzte erkennen die Depression oft nicht, weil die Patientinnen und
Patienten zunächst über körperliche Beschwerden klagen. Das heißt, die
depressive Störung ist quasi hinter den damit verbundenen körperlichen
Symptomen versteckt“, erklärt Prof. Dr. Mathias Berger, Direktor der
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.



Ähnlich erleben es Betroffene: Andreas Biermann, ehemaliger
Bundesligaspieler, FC St. Pauli, leidet unter einer Depression, aber sein
Hausarzt erkannte das zunächst nicht. Biermann berichtete bei der
Gründungsfeier des Freiburger Bündnisses gegen Depression e. V. über seine
Erfahrungen. Damit wollte er Betroffenen Mut machen und die Krankheit in
das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.



Nach dem heutigen Stand der Forschung erkranken Männer seltener an einer
Depression als Frauen, beenden ihr Leben jedoch doppelt so oft durch
Suizid. Hinzu kommt, dass diese Krankheit bei Männern selbst von
Fachleuten schlechter erkannt wird.



Das Freiburger Bündnis hat aus diesem Grund die Arbeitsgruppe
„Männerdepression“ gegründet. Damit sollen Männer über die Erkrankung,
deren Behandlung und bestehende Hilfsmöglichkeiten aufgeklärt werden.
In Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Männer an Depressionen. Jeder
achte Mann erleidet mindestens einmal in seinem Leben eine
behandlungsbedürftige Depression.

Das Bündnis gegen Depression wird von weiteren Partnern unterstützt, unter
anderem vom Universitätsklinikum Freiburg, der Stadt Freiburg und der
Albert Ludwig Universität in Freiburg.

Arten der Pressemitteilung:
Buntes aus der Wissenschaft
Kooperationen

Sachgebiete:
Gesellschaft
Medizin
Psychologie

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.freiburger-buendnis-gegen-depression.de





Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/de/news412301

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter:
http://idw-online.de/de/institution1401
















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