Erwerbslosigkeit erneut gesunken
Bundesagentur für Arbeit stellt Monatsbericht vor.
Wagenknecht kritisiert statistische Tricks
[via Junge Welt]
http://www.jungewelt.de/2011/12-01/056.php
Dank ungewöhnlich milden Wetters und robuster Wirtschaft ist die Arbeitslosigkeit im November noch einmal deutlich gesunken. Die Zahl der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg als arbeitslos geführten Menschen nahm im Vergleich zum Vormonat um 24000 auf 2,713 Millionen ab, wie die BA am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.
Das ist der niedrigste November-Wert seit 1991. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang 214000. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 6,4 Prozent.Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erklärten, sie erwarteten eine weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.»Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert auch im November von der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Es ist keine Eintrübung zu erkennen«, erklärte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt, der Agenturchef Frank-Jürgen Weise vertrat. Beschäftigung wurde laut Alt in allen Bundesländern und in fast allen Branchen aufgebaut.
Nach BA-Hochrechnungen stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im September gegenüber dem Vorjahr um 698000 auf 28,97 Millionen. Dabei entstanden 369000 neue Vollzeit- und 325000 neue Teilzeitjobs.Die stellvertretende Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, bezeichnete von der Leyen als »Meisterin der Täuschung«. Ihre Erfolge beruhten primär auf statistischen Tricks und einem Boom der Leiharbeit. Bei der Mehrzahl der Arbeitsplätze handele es sich um prekäre Jobs.Über die tatsächliche Lage auf dem Arbeitsmarkt sagen diese Daten der BA ohnehin nur bedingt etwas aus. So werden etwa Erwerbslose, die in einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme untergebracht sind, genausowenig erfaßt wie über 58jährige, die seit mindestens zwölf Monaten Hartz-IV-Leistungen (ALG II) beziehen. Gleiches gilt für Teilnehmer an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. (AFP/jW)
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