Mittwoch, 9. März 2011

Die #Bundesregierung #hat #gelogen (...) [via jjahnke.net] (Mehr PR-Kampagnen sind also nötig, gelauncht in DD)


global news 2319 07-03-11:

Die Bundesregierung hat gelogen:

Viele Länder haben die Wirtschaftskrise besser gemeistert als Deutschland

(via jjahnke.net)

http://www.jjahnke.net/rundbr81.html#2319

 


Die Bundeskanzlerin am 17. November 2010 in einer großen vom Steuerzahler bezahlten Werbekampagne an die Deutschen:

"Sie haben Deutschland zu dem Land gemacht, das die weltweite Wirtschaftskrise am besten gemeistert hat.

Die Welt schaut auf unser Land und spricht von einem Wunder."

Und Bundeswirtschaftsminister Brüderle in seiner Vorstellungsrede zum Jahreswirtschaftsbericht:

"Deutschlands Wirtschaft hat 2010 das Comeback des Jahres hingelegt. Wir gehen mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran."

Oder derselbe am 24. 11. 2010:

"Die deutsche Wirtschaft bleibt das Zugpferd im Euroraum!"

Oder derselbe zu den Ergebnissen des 4. Quartals 2010:

"Die deutsche Wirtschaft hat im vierten Quartal ihren klaren Wachstumskurs.

Die Wachstumslokomotive Deutschland fährt weiter mit viel Kraft voraus."

Oder derselbe am 9. Februar 2011:

"Die deutsche Wirtschaft hat sich schneller als andere Länder von der Wirtschaftskrise

erholt und steht fast schon in voller Blüte."

Doch die jetzt veröffentlichten Zahlen von Eurostat zur Wirtschaftsentwicklung im 4. Quartal und im Gesamtjahr 2010 strafen solchen Hochmut Lügen. Über den Krisenzeitraum von 2008 bis 2010 haben sich nicht weniger als acht Länder besser entwickelt als Deutschland, darunter die USA, Schweiz, Schweden, Belgien und Frankreich (Abb. 17051). Das Wachstumstempo im 4. Quartal gegenüber dem Vorquartal war in sieben Ländern höher als in Deutschland, darunter USA, Finnland, Schweden, Schweiz, Niederlande und Österreich (Abb. 12994).

Und auch das besondere Wunder am Arbeitsmarkt relativiert sich bei näherer vergleichender Betrachtung.

Deutschland konnte zwar vor allem durch massiven Anstieg der Leih- und Niedriglohnarbeit und eine Reihe statistischer Manipulationen den Anteil der Langzeitarbeitslosen seit dem 1. Quartal 2008 zurückfahren, doch liegt er immer noch und teilweise erheblich über dem von Norwegen, Luxemburg, Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Finnland und Großbritannien (Abb. 15656).

Die deutsche Binnennachfrage hat seit dem Jahr 2000 die bei weitem schlechteste Entwicklung genommen (Abb. 15657).

Die vom Bundeswirtschaftsminister gefeierte "Wachstumslokomotive Deutschland" müßte ganz anders aussehen.





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