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Der Altkanzler und der Multi-Millionär
Es ist ein tiefer Einblick in die Geschäftsbeziehungen mächtiger Männer: Der langjährige Chef des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, kaufte Altkanzler Gerhard Schröder die Rechte an dessen Memoiren ab – und gab dafür rund eine Million aus.Read more at www.nachdenkseiten.de
Warum aber lässt sich ein ehemaliger Regierungschef auf so einen Deal ein? Schröder habe ihn nach seiner Abwahl als Bundeskanzler 2005 angesprochen, sagte Maschmeyer dem SPIEGEL. Verschiedene Agenturen hätten den Ex-Kanzler damals als Berater oder als Buchautor haben wollen. Schröder habe “von diesen Dingen aber keine Ahnung” gehabt, erinnert sich Maschmeyer. “Deshalb habe ich mir die Briefe von den Verlagen angucken dürfen und dann haben wir gemeinsam Hoffmann und Campe herausgesucht.” [...]
Auch Schröder erwies Maschmeyer gelegentlich einen Gefallen: Am 1. Dezember 2004 trat der Kanzler auf einer Veranstaltung des AWD im Berliner Hotel Estrel auf. Was dann passierte, schildert die AWD-Mitarbeiterzeitung in schönster Ergriffenheit: “Carsten Maschmeyer kündigte als besonderen Ehrengast den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder an! Das hatte niemand erwartet – der Bundeskanzler bei einer AWD-Vertriebstagung! Seine Botschaft: SIE als AWD-Mitarbeiter und Mitarbeiterin erfüllen eine staatsersetzende Funktion. Sichern Sie die Rente Ihrer Mandanten, denn der Staat kann es nicht. Private Vorsorge lautet das Gebot der Stunde. Die überwältigten Zuhörer dankten es ihm mit Standing Ovations.” [...]
Zur Eröffnung der Beratungsfirma MaschmeyerRürup erschien vergangenes Jahr neben Riester auch Schröder und versicherte: “Ich bin mit den beiden Gründern persönlich befreundet.” Mit dem Spruch wirbt Maschmeyers Beratungsfirma bis heute auf ihrer Homepage.
Quelle: SPIEGEL Onlinedazu: Schröders verrutschte Moral
Die Sozialdemokraten haben in der Guttenberg-Debatte die Moral neu entdeckt – nichts dagegen zu sagen. Aber wie passt dazu ihr Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der gerne zu Diensten ist, wenn lukrative Posten locken?
Quelle: SPIEGEL Online
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