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global news 2407 14-06-11:
Noch ein Trick der Arbeitslosenstatistik: abhängige Selbstständige
Selbstständige sind nach der Arbeitslosenstatistik nicht arbeitslos, selbst wenn sie total von staatlicher
Stütze nach Hartz4 abhängig sind. Sie werden behandelt wie ander Aufstocker, die auch nicht als arbeitslos gelten. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr bereits 1,4 Millionen, ein Anstieg um
37 % gegenüber 2005 (Abb. 17803).
Dabei stieg 2010 der Anteil der Aufstocker unter den Selbstständigen, bei Teilzeit-Angestellten und Minijobber besonders stark. In O-Deutschland beziehen
mit 5,0 % erheblich mehr Beschäftigte zusätzliche Unterstützung als im Westen (2,1 %). Besonders viele Betroffene arbeiteten in der Zeitarbeit, der Gastronomie, in
Dienstleistungsberufen sowie in Privathaushalten. Selbst unter den Vollzeitbeschäftigten waren noch immer 350.000 Arbeitnehmer auf Hartz IV angewiesen.
Schon sprachlich komisch wirkt es, wennRead more at rundbriefe.wordpress.com
diese total abhängigen "Selbstständigen", nur weil sie angeblich "selbstständig" sind, nicht mehr als arbeitslos gelten. Dabei ist ihre Zahl von 2007 bis 2010 um mehr als 50.000 auf im
Jahresdurchschnitt 125.000 Hilfebedürftige gestiegen. Im Februar 2011 zählte die Bundesagentur für Arbeit 118.000 selbstständige Aufstocker. Etwa 85.000 verfügten nur
über ein Einkommen von weniger als 400 Euro, 25.000 bis zu 800 Euro. Wer die Stütze wirklich braucht, weil er weniger als 400 Euro verdient, hat keine richtige Beschäftigung und sollte
ehrlicherweise als arbeitslos gezählt werden. In der Süddeutschen Zeitung werden Beispiele erwähnt, die die Sprachverwirrung zeigen. Da betreibt einer eine Katzenpension. Ein anderer
kommt ins Jobcenter Treptow-Köpenick und erklärt, er habe in seiner Gästewohnung nur drei Tage einen Mieter gehabt. Was ist das eigentlich für eine staatlich gestützte
Selbstständigkeit?
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