Freitag, 16. September 2011

--->>> #Wer #die #Rezession #will, #muss #FDP #wählen [via Nachdenkseiten]


Wer die Rezession will, muss FDP wählen
[Nachdenkseiten]

http://www.nachdenkseiten.de/?p=10743#h02
 
 


Wer die Pleite Griechenlands heraufbeschwört, übersieht: Sie hätte eine gigantische Wohlstandsvernichtung zur Folge – auch in Deutschland. Die Nachwelt steht immer fassungslos vor den großen Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Wie konnte es passieren, dass die Weltwirtschaft in den dreißiger Jahren in die offensichtlich entstehende Depression rutschte? Warum hat niemand etwas dagegen unternommen? Warum hat keiner gewarnt? Im Nachhinein ist kaum zu begreifen, wie es so weit kommen konnte.

An der Euro-Krise lässt sich die Genese einer Katastrophe in Echtzeit studieren. Die gemeinsame Währung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Naiv wäre der Glaube, dass dies keine Auswirkungen auf den politischen Zusammenhalt des Kontinents habe. Erst fällt der Euro, dann kollabiert die Wirtschaft und irgendwann werden die Europäer wieder aufeinander losgehen – dieses Szenario steht uns möglicherweise bevor. [...]

Natürlich wurde und wird bei der Euro-Rettung gegen ordnungspolitische Prinzipien verstoßen. Aber es ist wohlfeil, das anzuprangern und die eigenen Lösungsvorschläge im Ungefähren zu belassen, wie es Philipp Rösler, Hans-Werner Sinn und Frank Schäffler tun. Wirtschaftspolitische Entscheidungen sind immer relativ: Es geht um die Wahl des geringsten Übels.

Die Verelendung Europas jedenfalls ist ein hoher Preis für die Durchsetzung der reinen marktwirtschaftlichen Lehre.

Quelle:
ZEIT http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-09/fdp-rezession-europa

Anmerkung unseres Lesers S.P.:

Mark Schieritz greift hier viel zu kurz, weil er seine Warnung auf die FDP beschränkt. Dabei hätte es die Union redlich verdient, ebenfalls darin eingeschlossen zu werden. Das belegt nicht nur das Verhalten des Populistenstadls CSU, über den ich hier keine weiteren Worte verlieren will. Das belegt vor allem auch das "Lösungskonzept" unseres Finanzministers, dem zur Euro-Krise nicht mehr einfällt, als den betroffenen Staaten in der Krise nach Art des Heinrich Brüning "Sparen, Sparen, Sparen" zu empfehlen – ganz so, als seien nie konzeptionelle Konsequenzen aus der Weltwirtschaftskrise gezogen worden.

Und von der Frau Bundeskanzlerin ist ergänzend zu vernehmen, dass sie Eurobonds ablehnt – die Spekulation gegen einzelne Eurostaaten darf also weitergehen. Mit dieser Haltung wird Deutschland die Krise im Euroraum verschärfen und am Ende auch selbst davon eingeholt werden. Das Problem sind also nicht nur die populistischen Entgleisungen der FDP, das Problem sind auch die Unions-"Konzepte" zur Überwindung der Krise. Darüber hinaus agiert aber auch die Bundeskanzlerion populistisch – sie tut das nur geschickter, eben indem sie bestimmte Konzepte demonstrativ ablehnt, wie etwa die Eurobonds.

Dass hier Populismus am Werk ist, erkennt man daran, dass sie seinerzeit kein Problem damit hatte, 480 Mrd. Euro, also eine viel höhere Summe, als sie derzeit in Rede steht, binnen einer Woche für die Stabilisierung der deutschen Finanzindustrie durchzudrücken. Ich glaube ja, dass die Bundeskanzlerin es eigentlich besser weiß – zumindest müßte sie es besser wissen – sich aber schlicht nicht traut, ihrem eigenen Verein und den Leuten im Lande einmal zu laut und deutlich erklären, warum Deutschland jedes Interesse daran hat, den Euroraum wirtschaftlich zu stabilisieren. Es ist schlicht die politische Feigheit der Kanzlerin, die seit zwei Jahren verhindert, dass die immer weitere Kreise ziehende und immer mehr Opfer fordernde Finanzkrise endlich eingedämmt wird! Das ist ein derartig jämmerliches Schauspiel; mir fehlen die Worte!

Je schneller diese Dame mit ihrem seltsamen Finanzminister und ihren merkwürdigen Koalitions-"Partnern" verschwindet, desto besser für Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft.




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