Freitag, 16. September 2011

Der Euro ist zum Angstmacher Nr. 1 geworden [via jjahnke.net]

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global news 2488 12-09-11:
Der Euro ist zum Angstmacher Nr. 1 geworden

Nach ARD-Deutschlandtrend vom September sind 63 % der Deutschen insgesamt eher beunruhigt. Eine deutliche Mehrheit will keine "Vereinigten Staaten von
Europa" oder Eurobonds. Zwei Drittel wollen den Rettungsschirm nicht. Drei Viertel sehen unseren Wohlstand durch die Eurokrise bedroht und 80 % sehen den schlimmsten Teil der Eurokrise erst kommen.
Die deutsche Politik akzeptiert die Realitäten bisher nicht. So meint jetzt der selbsternannte Kanzlerkandidat der SPD von deren rechtem Flügel Steinbrück im SPIEGEL-Interview:
"Daß kein Land für die Schulden eines anderen eintreten müsse, ist ein Irrtum gewesen, der an den Realitäten der Krise zerschellte. Man muß den Menschen erklären,
daß Deutschland politisch, ökonomisch und gesellschaftlich von der weiteren Integration Europas profitiert. Das bedeutet: Natürlich müssen die Deutschen zahlen. Aber das Geld ist
gut investiert in unsere und die Zukunft Europas, in Frieden und Wohlstand."

Mehr Illusionen kann ein deutscher Politiker kaum mobilisieren: Die Schuldengemeinschaft soll "gut investiertes Geld"
sein. Dabei hat gerade die seinerzeit SPD-geführte Bundesregierung mit Gesetzesänderungen den Niedriglohnsektor in Deutschland aufgeblasen und damit den Zusammenhalt der Eurozone ruiniert.
Hier wird doch nur von den eigenen Fehlern und Versäumnissen des Weiland-Finanzministers Steinbrück abgelenkt. Was soll die Berufung auf den Frieden in Europa? Die falsche Politik der
Euro-Väter und -Nicht-Wächter (wie Steinbrück) stiftet derzeit mehr Unfrieden, als es ohne den Euro je in Europa gegeben hätte.

Wie gefährlich und unverantwortlich die
Euroväter von Anfang an auf eine angeblich heilende Krise gesetzt haben, zeigt eine Äußerung des damaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi vom Dezember 2001:

"Ich bin
sicher der Euro wird uns zwingen, eine Reihe neuer politischer Instrumente einzuführen. Es ist politisch unmöglich, sie jetzt vorzuschlagen. Aber eines Tages wird eine Krise kommen und neue
Instrumente werden geschaffen werden."

Daß die Euro-Krise vor dem Hintergrund einer sich stark abkühlenden globalen Wirtschaftssitution stattfindet, macht sie noch furchterregender.
Für das letzte Quartel dieses Jahres erwartet die OECD jetzt kaum noch Wirtschaftswachstum unter den 6 größten westlichen Wirtschaftsnationen (G7 ohne Japan, Abb. 15384) und für
Deutschland sogar einen auf das Jahr gerechneten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,4 %. Das wäre die negativste Entwicklung aller größeren Industrieländer (Abb. 15163).

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