Immer wieder die Mogelpackungen zum Konsumklima
http://www.jjahnke.net/rundbr69.html#1962
Da meldet die Gesellschaft für Konsumforschung aus Umfragen, die von den Medien breit aufgegriffen werden heute:
"Das GfK-Konsumklima kann im April dieses Jahres seinen Abwärtstrend - zumindest vorläufig - stoppen. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen verbessern sich. Dagegen verzeichnet die Anschaffungsneigung geringe Einbußen. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 3,2 Punkten im März für April ebenfalls 3,2 Zähler."
Und so meldet denn auch die Tagesschau heute den unsinnigen Vorgriff auf April:
"Trotz steigender Spritpreise hat sich zu Frühlingsbeginn das Konsumklima in Deutschland stabilisiert. Nach fünf Rückgängen in Folge blieb der für April ermittelte GfK-Konsumklimaindex unverändert. "Der Frühling weckt Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung", erklärte die GfK zu der Umfrage unter 2000 Verbrauchern."
Tatsächlich ist dieser Index im März weiter zurückgegangen (Abb. 04711). Was soll dann diese frohe Botschaft mit einem prognostizierten Aprilwert, wenn wir noch im März sind? Hat die GfK nun auch noch den Kaffeesatz oder die Glaskugel im Einsatz?
Der harte statistische Faktor, der den Massenkonsum ausbremst, ist die Entwicklung der Verdienste in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr real negativ verhalten hat (Abb. 14896). Besonders negativ waren die Werte im Verarbeitenden Gewerbe mit minus 3,3 %, darunter Metallerzeugung und -bearbeitung minus 8,2 %, Herstellung von Kraftwagen und -teilen minus 6,1 %, Herstellung von Metallerzeugnissen minus 5,8 % und Maschinenbau minus 5,6 %. Meine Großmutter sagte immer: "Von nichts kommt nichts".
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