Montag, 3. Januar 2011

Netzwerke [genial innovativ - genial... genial...]

#Jeder #strebt nach #Vorrang, #Überlegenheit, #genießt #eigenen #Vorteil im Hinblick auf d. eigenen überrundeten Konkurrenten.


 
Aus dem Vorwort von Iring Fetscher zu
Thomas Hobbes - Leviathan  oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates
(9. Auflage. - Frankfurt am Main - Suhrkamp 1999 )

 


 
(...)
 
Die potentielle Bedrohung durch die Mitmenschen (und Bewerber um lebenswichtige Güter) führt zum Streben jedes einzelnen nach Machterweiterung zum Zwecke der Selbstsicherung. Wettkampf war das erste, Furcht vor Übermacht der Mitbewerber wird das zweite und Kampf um Prestige (Anerkennung) der dritte Grund eines immer leidenschaftlicher werdenden Kampfes gegen alle.
 
In diesem Zusammenhang schilder Hobbes anschaulich die Mentalität der Angehörigen einer dynamischen Konkurrenzgesellschaft.
 
Jeder strebt nach Vorrang, Überlegenheit, genießt den eigenen Vorteil nur im Hinblick auf den eigenen überrundeten Konkurrenten.
 
Lebt aber eine Anzahl von Menschen mit dieser Mentalität ohne zwingende staatliche Gewalt zusammen, so ist die notwendige Folge ein >>einsames, armseliges, ekelhaftes, tierisches und kurzes<< leben.
 
(...)
 
Was Hobbes also mit seinem Naturzustand vorführt, ist die hypothetische Kombination der hochzivilisierten zeitgenössischen Individuen mit politischer Herrschaftslosigkeit, eine konstruktive Übersteigerung dessen, was im englischen Bürgerkrieg tatsächlich sich ereignet hat.
 
Die Schilderung des aus dem rekonstruierten Verhalten der Individuen, ihrer Gleichheit und dem Fehlen von Herrschaft resultierenden Zustands eines Krieges aller mit allen dient Hobbes zur Begründung der Notwendigkeit der Staatsgründung.
 
Sollen die antagonistisch einander gegenüberstehenden Individuen überleben, so muß auf irgendeine Weise unter ihnen der Frieden gewahrt werden.
 
Mit dem bloßen Postulat moralisierender Kritik am Kriegszustand wird aber nichts erreicht.
 
(...)
 



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#Merkels #Neujahrsansprache: Zeit der großen #Worte und #Irreführungen [ #die #gennial #innovative #digitale #Verdummung (lol)]


Gedanken zur Zeit 1911 01-01-11:

Merkels Neujahrsansprache:

Zeit der großen Worte und Irreführungen

(via jjahnke.net)

http://jjahnke.net/gedanken61.html#1911


Wie immer beglücken uns die Regierenden zum Neuen Jahr mit großen Worten, hinter denen die Fakten verblassen sollen.

So lobt uns Merkel wieder einmal, was sie nun schon des Öfteren getan hat, als könnte uns das stolz machen und die unglücklich-ungerechte soziale Entwicklung vergessen lassen:

"Gemeinsam haben wir Enormes geleistet. Deutschland ist so erfolgreich, weil Sie Tag für Tag Ihre Arbeit machen.

Sie sind früh morgens auf den Beinen. Sie arbeiten im Schichtdienst, an Sonn- und Feiertagen.

Sie kümmern sich um Aufträge und um Ihre Mitarbeiter. Sie meistern Ihren Alltag, wie schwer er oft auch sein mag."

Und dann kommt die Wiederholung von Lügen, die schon früher präsentiert wurden, wobei unterschlagen wird, daß sich eine Reihe von Ländern besser entwickelt haben, daß sich Deutschland nur dank der besseren Binnenkonjunktur anderer Länder per Export Wachstum organisieren konnte und daß die Zahl der Arbeitslosen nur durch einen wuchernden Niedriglohn- und Leiharbeitssektor und durch statistische Tricks gegenüber vor 20 Jahren gefallen ist:

"Deutschland habe die Wirtschafts- und Finanzkrise so gut wie kein anderes Land gemeistert, die Arbeitslosenzahl sei auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren gefallen."

Auch muß der Fußball erneut herhalten, obwohl die Weltmeisterschaft gar nicht gewonnen wurde, und muß für einen Fleiß stehen, dessen Gegenwert in angemessenem Lohn den deutschen Arbeitnehmern seit Jahren verweigert wird, auch durch die amtliche Ablehnung von Mindestlöhnen:

"Dabei hat die Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika genau die Tugenden gezeigt, die uns stark machen: Fleiß und Disziplin, Ideenreichtum und Technik auf höchstem Niveau".

Und beim Euro geht es wieder in bester Kohl'scher Manier um die Verhinderung von Kriegen in Europa.

Und nicht nur: Der Euro wird bei Merkel nun auch noch zum Garanten von Freiheit, als würden wir noch von den bösen Kommunisten im Osten bedroht.

Dabei vergiftet der Euro derzeit das politische Klima in Europa statt es zu verbessern:

"Es geht dabei um die Stärkung des Euro, aber nicht allein um unser Geld. Europa sei auch der Garant für Frieden und Freiheit."

Außer abgestandenen Phrasen und vielen Lügen also nichts gewesen.



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--->>> Es gibt# keine #Schule #ohne #Mobbing <<<---


Pressemitteilung
Kreis Borken

"Es gibt keine Schule ohne Mobbing"


Mobbing-Experte Wolfgang Kindler erklärte Beratungslehrern im Kreishaus,
was sie tun können

Kreis Borken. Die Überzeugung von Wolfgang Kindler ist klar und deutlich:
"Ich halte eine mobbingfreie Schule für eine Illusion", sagt der Pädagoge
aus Recklinghausen.

 
Wie sie Mobbing erkennen und vor allem was sie dagegen
tun können, das erläuterte Kindler jetzt im Borkener Kreishaus rund 80
Beratungslehrerinnen und -lehrern aus dem ganzen Westmünsterland.
 
Eingeladen hatte zu der Veranstaltung die Regionale Schulberatungsstelle des Kreises.

"In vielen Schulen wird Mobbing nicht ernst genommen", betonte Kindler.

Dabei erfordere es von den Lehrerinnen und Lehrern ganz besondere
Aufmerksamkeit. Mobbing sei "geheime Gewalt", die oft erst deswegen
funktioniere, weil sie nicht offen sichtbar sei.

Gleichzeitig habe sie katastrophale Folgen für die Betroffenen,
die ausgegrenzt, provoziert und beleidigt würden.

Lehrerinnen und Lehrer seien aufgerufen hinzuschauen und
die Probleme zu artikulieren.

Wer dauerhaft wegschaue, der verliere seine Autorität.

Ein Patentrezept wollte Kindler den Beratungslehrern nicht an die Hand
geben, dafür seien die Ausprägungen von Mobbing zu unterschiedlich. Er
empfiehlt das Thema offen anzusprechen und die Gleichaltrigen so zu
sensibilisieren und zu aktivieren.

Am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen, an dem Wolfgang Kindler unterrichtet,
gibt es seit vielen Jahren eine Arbeitsgemeinschaft, in der ältere Mitschüler über ein
Jahr zu Paten ausgebildet werden und dann vom ersten Schultag an ein Auge auf die
Jüngeren haben. Mittlerweile funktioniert ihre Arbeit wie ein Frühwarnsystem.

Zweimal im Jahr lädt die Regionale Schulberatungsstelle des Kreises die
Beratungslehrer aus der Region zur Fortbildung und zum Informationsaustausch
ein.

Das Thema Mobbing begegnet den Schulpsychologen selbst immer wieder.

"Mobbing ist häufig Grund für Anmeldung in der Beratungsstelle", erklärt der
Leiter des schulpsychologischen Dienstes, Michael Sylla.

"Wir beobachten mit Sorge, dass sich die meisten Bildungsbemühungen in
Deutschland derzeit darauf konzentrieren, die kognitiven Schülerleistungen zu
messen und zu verbessern."
 
Das Schulklima, in denen diese Leistungen erbracht werden, sei
eher selten der Gegenstand der Bewertung. "Wir wissen aber, dass Lernen nur
in angstfreier Umgebung effektiv ist."

Die Regionale Schulberatungsstelle hat bisher über 150 Pädagogen zu
Beratungslehrern fortgebildet. In den einjährigen Kursen geht es unter
anderem um Gesprächsführung, Lern- und Begabungsförderung sowie
Konfliktberatung. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter
www.rsb-borken.de.

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Dieser Meldung ist ein Medium zugeordnet:

Der Leiter der Regionalen Schulberatungsstelle, Michael Sylla (r.), begrüßte
den Mobbing-Experten Wolfgang Kindler im Kreishaus.
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=74223


Pressekontakt: Andrea Hertleif, Tel.: 0 28 61 / 82 - 21 09

Kontaktdaten:
Herausgeber:
Kreis Borken
Der Landrat
Büro des Landrats
Pressestelle
Burloer Straße 93
46325 Borken
Telefon:      (0 28 61) 82 21 - 07 / 09
Fax:          (0 28 61) 82 - 13 41
E-Mail:      
pressestelle@kreis-borken.de





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Sonntag, 2. Januar 2011

#Bodeneigentum und #Städtebau [Gustav Heinemann 1971]

Gustav Heinemann

Bodeneigentum und  Städtebau

 

 

Meine Damen und Herren!

 

Der Parole >>Rettet unsere Städte jetzt << liegt die Frage zugrunde, ob wir endlich wahrnehemen wollen, wo wir heute stehen und vor welchen Sachverhalten wir morgen in unseren Städten stehen werden – ob wir endlich wahr sein lassen wollen, was wir angerichtet haben, als wir vielen Entwicklungen in unseren Städten freien Lauf ließen, und wir in Kürze vollends anrichten werden, wenn wir so weitermachen wie bisher. Brechen diese Fragen jetzt so durch, daß wir zum Handeln kommen? Das ist das Thema dieser Tagung.

 

Ich brauche – zumal Ihnen – nicht zu schildern, worin die Not besteht, die zu dem Ruf – oder soll ich sagen: zu dem Aufschrei führt >>Rettet unsere Städte jetzt!<< Diese Not läßt sich von Tag zu Tag drastischer und bedrängender darstellen, wobei allenfalls die Betonungen einmal stärker auf das Zusammenbrechen des Verkehrs in städtischen Kerngebieten, das andere Mal auf die Bodenspekulation, einmal auf Dreck und Abgase in der Luft, das andere Mal auf die Lawinen von Müll oder noch andere Notstände fallen – wobei in jedem Fall aber die Geldnot der Städte dabei ist, die sie gegenüber der Vielfalt ihrer Aufgaben und den steigenden Aufwendungen für Personal oder Baukosten immer hilfloser macht.

 

Sind unsere städtischen Lebensverhältnisse noch menschenwürdig? Was nutzt z. B. die Verkürzung der Arbeitszeit, wenn die Wege zur Arbeit und nach Hause immer mehr Zeit wegnehmen? Wo behält bürgerliche Mitverantwortung noch Raum für Mitbestimmung, wenn die Zusammenhänge immer undurchsichtiger werden? Eine ganze Kette weiterer Fragen ließe sich anschließen.

 

Klar ist, daß die Übersiedlung vom Land in die Städte anhält. Bald werden vier Fünftel der Menschen der Bundesrepublik Deutschland in Städten wohnen. Die Ballungsgebiete wachsen. Vor Jahren schon habe ich von der Großstadt Euroa-Nordwest gesprochen, in der sich das Ruhrgebiet mit Teilen von Holland und Belgien zusammensiedelt, oder – um in der Nähe zu bleiben – von dem Raum München-Augsburg-Ingolstadt.

 

Kurzum, wie wird das alles weitergehen? Darauf zu antworten, ist Aufgabe dieser Tagung. Ich kann hier nicht vorgreifen. Ich beschränke mich auf eine grundsätzliche Bemerkung zur Frage des Bodeneigentums – wohl ahnend, daß Herr Oberbürgermeister Dr. Vogel auch darauf leidgeprüft zu sprechen kommen wird.

 

Meine Damen und Herren, wir sind glücklich darüber, daß wir in einem Rechtsstaat leben. Seine Kernstücke sind seit langem eigewurzelt. Dazu gehören die Trennung der Gewalten, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Justiz und Offenheit des Rechtsweges. Nach der nationalsozialistischen Verwüstung ist der Rechtsstaat durch Gewährleistung von Grundrechten und durch das Hinzutreten des Bundesverfassungsgerichts verbessert wiederhergestellt worden. Er ist bei uns jetzt so vervollkommnet, daß man bereits von einem Rechtsstaat spricht, der einige Abläufe zu sehr behindere.

 

Auf der anderen Seite aber ist das zweite Grundprinzip unserer Verfassung, nämlich die Sozialstaatlichkeit, offensichtlich arg im Rückstand.

 

Freilich, den Rechtsstaat konnte die Verfassung selber setzen. Seine Ausgestaltung im einzelnen ist längst geläufige wissenschaftliche und gesetzgeberische Bemühung.

 

Das Sozialstaatsprinzip dagegen ist ein allgemein gehaltener, also von der Verfassung noch nicht selbst wahrgenommener sondern an den Gesetzgeber weitergegebener Auftrag. Dieser Auftrag muß als eine ständig aus der Verfassung nach Verwirklichung rufende Verpflichtung empfunden werden. Das aber hat sich bislang in unserem Bewustsein weitgehend noch nicht durchgesetzt.

 

Eine der Quellen städtischer Nöte ist – ich sagte es schon – die Bodenspekulation. Wenn wir ihrer nicht Herr werden, fahren wir uns hoffnungslos fest.

 

Wann endlich lesen wir laut und deutlich, daß Artikel 14 des Grundgesetzes das Eigentum nicht lediglich gewährleistet, sondern auch von  der Möglichkeit spricht, seinen Inhalt und seine Schranken durch Gesetze zu bestimmen?

 

Wann endlich lesen wir laut und deutlich aus Artikel 14 des Grundgesetzes, daß jedes Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit Rechnung tragen soll?

 

Wann endlich erfüllt der Gesetzgeber bei dem Bodenrecht – um für den Augenblick davon zu sprechen – seine verfassungsmäßige Pflicht?

 

Auch die dritte Gewalt, die Justiz ist hier gerufen. Freilich kann und soll sie nicht an die Stelle des Gesetzgebers treten und etwa allgemeine Rechtssätze aus dem Sozialstaatsprinzip herleiten. Wohl aber kann und soll die Justiz im Einzelfall auch prüfen, ob ein Eigentümer sich dem vollen Inhalt von Artikel 14 des Grundgesetzes entsprechend verhält. Aus dem Bundesverfassungsgericht ist die Stimme eines seiner Mitglieder, des Richters Professor Dr. Leibholz, laut geworden, daß auch das Bundesverfassungsgericht das Verhalten eines Eigentümers auf seine Übereinstimmung mit dem Sozialstaatsprinzip überprüfen könne. Möchte es nur recht bald einmal dazu kommen, wenn der Gesetzgeber weiter so im Rückstand bleibt wie bisher.

 

Meine Damen und Herren, es gibt mancherlei Minderheiten uter uns. Einige von ihnen können in unserer auf Leistung, d. h. auf einen persönlichen Beitrag zum allgemeinen Wohlstand ausgerichteten Gesellschaft nicht Schritt halten, weil sie körperlich oder geistig behindert sind, ihnen schuldet die Gesellschaft eine Hilfe zum Ausgleich ihrer Behinderung. Es gibt eine andere Minderheit unter uns, der ohne Leistung große und größte Vermögen zufallen, weil sie Bodeneigentum besitzt, das die städtische Gesellschaft in steigender Dringlichkeit benötigt, ohne es vermehren zu können. Diese schulden ihrerseits der Gesellschaft den Beitrag aus ihrem Eigentum, den Artikel 14 des Grundgesetzes beschreibt.

 

Dieses deutlich auszusprechen, sei mein Beitrag zu dieser Tagung.

 

Ich schließe mit zwei Sätzen aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahre 1966:

>>Die Tatsache, daß der Grund und Boden unvermehrbar und unentbehrlich ist, verbietet es, seine Nutzung dem unübersehbaren Spiel der freien Kräfte und dem Belieben des einzelnen volltändig zu überlassen; eine gerechte Rechts- und Gesellschaftsordnung zwingt vielmehr dazu, die Interessen der Allgemeinheit beim Boden in weit stärkerem Maße zur Geltung zu bringen als bei anderen Vermögensgütern<< (vgl. Bverf.G E21, 72 ff. [82]).

 

Ich wünsche dieser Tagung einen erfolgreichen Verlauf.

 

 

Gustav Heinemann

Bodeneigentum und Städtebau

Ansprache bei der 16. Ordentlichen Hauptversammlung des Deutschen Städtetages

München, 26. Mai 1974

[Gustav W. Heinemann; Präsidiale Reden; edition suhrkamp 790; 2. Auflage; 1977; S. 82 – 85; Suhrkamp Verlag; Frankfurt am Main]

 

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02.01. - 11:04 Uhr #sr2-Kulturradio u. #DRadioWissen - Fragen an d. Autor heute: Günter Hannich "Die Deflation kommt"


Sonntag, 02.01.2011
11.04 bis 12.00 Uhr

Fragen an den Autor
[sr2 Kulturradio und DRadio Wissen]

Bild: Buchcover
Kopp-Verlag

Günter Hannich:
Die Deflation kommt

Wie die Inflationslüge Ihr Vermögen gefährdet

Angesichts von Milliarden-"Rettungsschirmen" haben viele Bürger (sofern sie noch Geld haben!) Angst um ihre Ersparnisse.

Bekommen wir eine Inflation, also eine Geldentwertung, oder gar eine Währungsreform, die Sparer weitgehend enteignen würde?

Wie entwickeln sich die Preise, aber auch die Kosten von Immobilien?

Ist angesichts stagnierender oder sinkender Löhne eine Deflation (Geldknappheit) nicht wahrscheinlicher als eine Inflation?

Wie ist die Spirale aus sinkender Kaufkraft und Wirtschaftskrise aufzuhalten?

Brauchen wir ein ganz anderes Geldsystem? 

 

Moderation: Jürgen Albers




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Neue #Übergangsregelung bei Leistungen f. Unterkunft u. Heizung - Hintergrund d. #Änderung sind #Hinweise d. #Sozialgerichts Kassel


Pressemitteilung von Donnerstag, 30. Dezember 2010
documenta-Stadt Kassel

Neue Übergangsregelung bei Leistungen für Unterkunft und Heizung

Eine neue Regelung bei den Leistungen für Unterkunft und Heizung für Leistungsberechtigte der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II-/Hartz IV-Empfänger) und in der Sozialhilfe will die Stadt Kassel für einen Übergangszeitraum ab Januar 2011 und vorläufig für die Dauer von sechs Monaten in Kraft setzen, kündigte jetzt Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel im städtischen Pressedienst an.

 
"Damit streben wir Rechtssicherheit bei den Leistungen für Unterkunft und Heizung an und passen unser Leistungssystem den Anforderungen der Sozialgerichtsbarkeit an."

Hintergrund der Änderung sind Hinweise des Sozialgerichts Kassel, das das sogenannte schlüssige Konzept und den Mietspiegel in verschiedenen Entscheidungen in Frage gestellt und Ergänzungen gefordert hatte.

 
Die Stadt Kassel hatte ihr schlüssiges Konzept jeweils angepasst und insbesondere um die Inhalte zu Wohnungsstandards unter Einbeziehung von Angebotsmieten ergänzt.
 
In Streitverfahren zum einstweiligen Rechtschutz hat das Sozialgericht Kassel nun erneut Hinweise zur Rechtssicherheit gegeben.

Diese, so Dr. Barthel weiter, habe die Stadt zum Anlass genommen, obwohl es dazu noch keine höchstrichterlichen Urteile gebe, die Grundlagen für die Leistungsgewährung anzupassen und zu ergänzen.

 
Die Stadt werde das Institut für Wohnen und Umwelt in Darmstadt beauftragen, ein Gutachten zum schlüssigen Konzept und dem Mietspiegel zu erstellen.

Für den sechsmonatigen Übergangzeitraum würden die sogenannten Mietobergrenzen auf der Basis der Werte nach dem Wohngeldgesetz festgelegt, dadurch werde die Mietobergrenze erheblich ausgeweitet.

 
Der Kämmerer: "Der Stadt Kassel entstehen voraussichtlich Mehrkosten in noch nicht feststellbarer Höhe." Die Stadt strebe mit der neuen Regelung, die für das Jobcenter und das Sozialamt der Stadt Kassel gelte, an, dass die Verfahren vor dem Sozialgericht Kassel zu einem positiven Abschluss geführt werden könnten.


Kontaktdaten:
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: 
presse@stadt-kassel.de

Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet:
www.stadt-kassel.de


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